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"Warboys Approach"

"Disbeliever" ist das Erstlingswerk der Melodic-Hardcore-Formation Warboys Approach. Diese EP hat es faustdick hinter den Ohren. Bereits beim Hören des ersten Songs „In Crisis“ weiß man, dass die Genrebezeichnung Melodic-Hardcore nicht von ungefähr kommt. Das treibende Schlagzeug, welches man von diesem Genre gewohnt ist, feuert die Gitarrenmelodien richtig an. Was sofort angenehm auffällt ist die gute Qualität in der diese EP produziert ist. Bei vielen Bands dieses harten Stils passiert oft, dass sie sich soundtechnisch nicht großartig von einander unterscheiden. Anders bei Warboys Approach, die wirklich, nach so kurzer Zeit als Band, scheinbar ihren Sound gefunden haben.

Das Konzept der Kärntner fällt durch gute Melodien und reichhaltige Akkorde, gepaart mit abwechslungsreichen und treibenden Rhythmen am Schlagzeug auf. Auch die Vocals auf diesem Tonträger können sich wirklich sehen beziehungsweise hören lassen. Kräftige und dramatisch anmutende Shouts des Sängers passen wunderbar zur Dramatik der Musik von den Warboys.

Die Arrangements sind alles andere als eintönig oder langweilig. Man wird von insgesamt fünf Songs teilweise so richtig überrascht oder dazu angestachelt aktiv zu werden und sich von der Couch zu erheben. Die richtige Musik um sein Hirn zu aktivieren oder so richtig abzugehen.

Überrascht wird man vor allem, wenn das geradlinige musikalische Konzept, durch sehr gut eingesetzte Breaks unterbrochen wird.

Die Gitarrenmelodik lässt zwischenzeitlich die Sonne am dramatischen Horizont aufgehen. Das fällt besonders bei „Liberation“ oder „Upon my Life“ auf. Solche melodischen Akzente, gepaart mit den rhythmischen Breaks, machen den Stil von „Disbeliever“ zu einer ganz besonderen Platte.

 

Fazit:

Ein hervorragendes Debüt, das auch für Nicht-Hardcore-Fans eine interessante Abwechslung sein kann. Man kann gespannt sein was von dieser jungen Band noch kommt.Die Warboys haben mit dieser EP wirklich was Anständiges vorgelegt und eine rosige Zukunft zu erwarten, wenn sie so weiter machen.


 

Meine persönlichen Top 3:

 

Liberation – Upon My Life – Warwolves

 

 

(geschrieben von Sebastian)