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"Oblivious"

 

 

„Manners Overboard“ (CD)

 

Erscheinungsjahr: 2012

 

Genre: Speed Rock

 

 

Die oberösterreichische Band Oblivious bezeichnet sich selbst als schnelles Rock Geschoß. Ihr Depütalbum fasst 8 Tracks der besonderen Sorte.

 

„Keinen Kompromiss“ gehen die vier Linzer wirklich nicht ein und knüppeln unverschämt drauf los. Songs wie u.a. „No Compromise“, „Speedcock“ und „House of Eden“ weisen stilistisch Schnelligkeit, melodiöse Riffs, galopierende Rythmen und Mehrfachgesang auf. Der punkige Einschlag wird deutlich und versetzt die HörerInnen in einen Retrorausch.

Doch auch der Blues macht sich gelegentlich bemerkbar. „Emasculation Blues“ groovt gemütlich dahin, doch…..schon nach ca. 50 sek. bekommt der deklarierte Bluessong wieder die bekannte rockige Schnelligkeit.

 

Irgendwie erinnert der Musiktypus der Jungs aus Linz leicht an eine Mischung aus Ramones, Social Distortion und einigen weiteren Punkrock Bands. Richtig geil!

 

Das Soundmuster von Oblivious wirkt recht erwachsen und gefestigt. Die Gitarren kommen fett und bestehen fast nur aus die für Speed Rock/Punk gewohnte Melodien Reiterei. Die stimmliche Darbietung setzt weniger auf episches wie tiefgreifendes Gefühlsgedusel.

 

Die Formation könnte man ohne zu überlegen auf jeder Rockabilly Fete einsetzen. Spaß, Partyfeeling, Mitsing- und Headbangsessions stehen dabei am Programm. Retro kommt zurück und das in ganz großen Schritten – Oblivious zeigen es mit einem modernisierten Touch vor.

 

Das Album „Manners Overboard“ ist nichts für Schlafmützen, hier geht’s richtig zur Sache. Von exakten Grooves und Riff haken bis hin zu Mitgröhl- und Bangmöglichkeiten bietet es einen feinen Einblick in ihre musikalische Welt.

 

Unverfälschter Speedrock mit dem Hang zu punkigen und bluesigen Anteilen steht hier an der Tagesordnung. Einfach kompromisslos!

 

 

Top 3:

No Compromise – Emasculation Blues - House of Eden

 

 

 

(verfasst von Ingo)