Partner

"Give em Blood"

 

 

'Seven Sins' (CD)

 

„Seven Sins“ von Give em Blood beginnt wie man sich das für eine typische Metalcore Platte vorstellt. Nach einem Intro stampft der erste Breakdown den Stempel „Standard„ auf das Cover der Platte - möchte man meinen. Auch wenn der erste Eindruck hirnlose Beatdown-Kids-Musik vermuten lässt musste ich feststellen, dass es sich auszahlt erst in die Tiefe zu gehen bevor man ein Urteil fällt. Wenn man sich etwas für die Musik und vor allem den Text dieses Albums öffnen kann bemerkt man wie durchdacht das Ganze eigentlich ist.  Das Album hat nämlich ein Konzept das ziemlich interessant ist. Es erzählt die Geschichte einer Liebe anhand der sieben Totsünden. Eine gewisse Tragik, die in der Musik steckt, lässt einen teilweise wirklich schaudern wenn man sich drauf einlässt und genau zuhört. Um den Effekt wirklich zu bemerken ist es ganz wichtig das Album durch zu hören ohne weiter zu schalten.


Die Musik wirkt auch nur im ersten Moment etwas banal. Sie unterstützt die Tragik ungemein und erinnert mich an manchen Stellen an die letzte Veröffentlichung von Bring me the Horizon. Die von Schmerz und Wut erfüllte Stimme des Frontmanns der Steirer verstärkt dieses Bild ungemein.

Dissonanzen und Breakdowns geben neben den herzzerreißenden Akkorden den Grundton von „Seven Sins“ an. Böse Zungen mögen behaupten hier würde die Liebesgeschichte der Rhythmusgruppe zu den Punktierungen erzählt und nicht die eines Liebespaares.

Die Produktion des Albums ist wirklich sehr vorbildhaft und vor allem was Chor und andere Samples betrifft sehr gut umgesetzt.

 

Fazit:

Für mich persönlich macht die Stimmung, das Gesamtpaket, und die wohl bemerkt glaubhafte Tragik den Reiz aus sich den Tonträger öfter anzuhören. Die Mischung aus Wut und Trauer, die sich der Sänger aus der Seele schreit, macht das Ganze zu einem sehr emotionalen Hörerlebnis.


 

Meine persönlichen Top 3:

Lifeless – Sinking – Save me

 

 

 

Verfasst von: Sebastian