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Before Us All

 

 

'Revelations' (CD)

 

2013

 

Tracks: 11

 

 

20 Gigs, eine EP namens ‚Facing the Shades‘ (2012) und ihr brandaktueller Longplayer ‚Revelations‘ belegen den bisherigen musikalischen Lauf der jungen Band BEFORE US ALL aus Oberösterreich. Sie selbst bezeichnen ihre Produktionen als Thrashcore, denen nun gezielt auf den Zahn gefühlt wird.

 

Das Album wird durch ‚Decisions‘ episch eingeleitet und soll die HörerInnen auf das aufziehende Gewitter einstimmen. Memorial ist die erste Druckwelle, die über einen hereinbricht und durch richtig fette Riffs glänzt. Das Interessante bei diesen Core-Arrangements sind meist die Versuche, eine harmonische Balance zwischen cleaner und geshouteter Performance herzustellen – überzeugt hier leider nicht immer.

 

Schon wesentlich selbstbewusster trifft der Song ‚Sight of Blindness‘ aufs Trommelfell - gefällt überaus gut, da dieser Track durch den nötigen Druck, harmonische Spielereien und einer Brise an seichten Attitüden den Song zum Ende bringen.

Das instrumentale Gesicht dieser Band ist durchaus beeindruckend. Die Gitarren arbeiten dermaßen kräftig, melodisch und exakt, dass das Wort „PAUSE“ jegliche Bedeutung verliert. Die Rhythmik ist ein deftiger Leckerbissen wie man ihn in diesem Genre eigentlich erwartet– überzeugt!

 

Das Album „REVELATIONS“ ist eine wahre Ohrenweide und gönnt einem fast kein Durchschnaufen. ‚My Resistance‘ weicht leicht ab und lässt vereinzelt das Bild einer Ballade entstehen, wo nicht von der ersten bis zur letzten Minute durchgeknüppelt wird.

 

Die OÖ Band BEFORE US ALL liefert hier einen beachtlichen Longplayer ab. 11 Tracks, die erwachsen klingen und sehr gefestigt umgesetzt wurden. Das Shouting kommt sehr reif rüber, wo hingegen meiner Ansicht nach die cleanen Vocals als Gegenüber oder im Zusammenspiel schwach wirken. Schade eigentlich, da die Jungs musikalisch eine beachtliche Leistung bringen. Trotz alle dem sehr hörenswert und eine mächtige Produktion.

 

 

Top Songs:

Sight of Blindness – Reckoning – Beyond Control – Nothing Remains

 

 

 

verfasst von: Ingo